Konzept Wochenbett-Krisenhilfe

Wochenbett-Krisenhilfe - Konzept

 

Problembeschreibung:

10% aller Schwangeren und 15-20% der Mütter nach der Geburt brauchen Hilfe, da sie in dann eine seelische Krise geraten. Es gibt nur wenige spezialisierte Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene, die aufsuchend tätig sind. Es gibt nur wenige Mutter-Kind-Kliniken im ambulanten, teil- oder vollstationären Bereich. Die Gefährdung der Mutter-Kind-Beziehung ist hier ein großes Problem, denn meist werden Mutter und Kind bei einer stationären Behandlung getrennt. Somit droht dem Kind ebenfalls als Spätfolge eine psychische Erkrankung aufgrund einer unsicheren Mutter-Kind-Bindung (siehe Zimmermann et al., 2004/ Wagenblass „wenn Eltern in verrückten Welten leben…,in: Soziale Psychiatrie 3, S. 8-11, 2003/ Brisch, Karl-Heinz, Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie, 1999).

Ohne den nicht immer vorhandenen Kontakt zu einer Familienhebamme ist eine Anlaufstelle für betroffene Frauen in Fulda momentan nicht gegeben.

 

Konkrete Umsetzung des Projekts

Die Beratung wird für die Betroffene kostenfrei und anonym durchgeführt. Sie soll so niederschwellig sein wie möglich. Den Frauen soll die Möglichkeit gegeben werden, selbständig Kontakt mit der zuständigen Betreuungsperson aufzunehmen, um so das Angebot so niederschwellig wie möglich zu halten. Eine Kontaktherstellung durch andere z. B. die betreuende Hebamme, Hausarzt, Therapeuten, Partner etc. kann ebenfalls ein Zugang sein.

Die Häufigkeit der Besuche orientiert sich an dem Bedarf der Frauen und kann von einmal täglich bis einmal monatlich variieren. In der Regel sind es pro Frau 1-10 Besuche sowie 5 Telefonate.

Die Methoden sind entlastende Einzelgespräche, Telefonberatung, Paar- und Familiengespräche, es erfolgt eine Aufklärung über Krankheitsbilder, die Risikofaktoren, Behandlungsmöglichkeiten und, wenn notwendig, eine Vermittlung an entsprechende Einrichtungen und/oder Therapeuten.

Zur weiteren Absicherung und Qualitätssicherung erfolgt die enge Zusammenarbeit mit Psychiatrie, Psychosomatik, Geburtskliniken, Geburtshaus, psychologische Psychotherapeuten, Mütter- und Familienpflege, (Familien-) Hebammen, u.a. psychosoziale Dienste, telefonische Notrufbereitschaft und ein persönlicher Notfallplan.

Unterstützende Einrichtungen können sein:

In Fulda wird in der Familienschule Fulda je nach Bedarf das Gesprächsgruppenangebot “MÜTTER MACHEN MUT“ angeboten, ein nicht therapeutisches, niederschwelliges Angebot für betroffene Frauen unter fachlicher Begleitung, Dauer 8 x 90 Minuten, alle 2 Wochen, Kosten 69,-Euro, max. 8 Teilnehmerinnen, Kinder können mitgebracht werden. Es findet dort ein Austausch über die tabuisierten Bereiche der Krisen vor und nach der Geburt statt. Ebenso sollte, wenn möglich, ein Kontakt zur einer Eltern-Säuglings-und Kleinkindberatung (ESKB) und der Schreisprechstunde hergestellt werden, denn nicht selten bestehen neben der Depression ebenso daraus resultierende Schwierigkeiten mit dem Säugling durch die gestörte Mutter-Kind-Interaktion (siehe Papousek et al. 2004 Regulationsstörungen in der frühen Kindheit, und: Einsatz von Video in der Eltern-Säuglingsberatung und Psychotherapie, S. 611-627, 2000).

Sozio-therapeutische Angebote sollen Tagesstruktur schaffen, die Vermittlung von alltagsentlastenden Hilfen wie eine Mütterpflegerin oder eine Haushaltshilfe kann den größten Stress nehmen und zu einer allgemeinen Entlastung und Entspannung der Mutter führen, was sich wiederum positiv auf ihre Genesung auswirkt. Kann hier eine schnelle und problemlose Vermittlung an die psychiatrische Ambulanz des Klinikums, eine unterstützende medikamentöse Therapie und eine eventuell daraus erfolgende Weiterleitung an niedergelassene Psychotherapeuten erfolgen, wird die Leidenszeit der erkrankten Mutter und ihrer Familie wesentlich verkürzt und somit die Spätfolgen für das Kind soweit wie möglich reduziert, um z. B. Bindungsstörungen zu vermeiden.

Die Fachkraft sollte die Möglichkeit haben, ihre Arbeit regelmäßig zu reflektieren, im Idealfall mit einer in dem Bereich arbeitenden Gruppe oder einer Supervisorin. Der Arbeitskreis in Fulda besteht z. B. aus Fachleuten, die mit Krisen vor und nach der Geburt vertraut sind. Vertretene Berufsgruppen sind: Ärztin, Psychologische Psychotherapeutin, Hebamme/Familienhebamme, Krankenschwester/ Fachkrankenschwester, Sozialpädagogin, Trauerbegleiterin, Mütter- und Familienpflegerin, Stillberaterin. Vertretene Organisationen sind: Krankenhäuser, Familienschule Fulda, Geburtshaus, Hebammenpraxen, Psychologische Praxen. Der Arbeitskreis Wochenbett ist ein offizieller Arbeitskreis der Stadt Fulda und ist ein Unterarbeitskreis des bestehenden Arbeitskreises „Frau und Gesundheit“. Er hat sich als geeigneter Ansprechpartner bei Problemen als sehr hilfreich erwiesen. Sollte dies nicht vor Ort vorhanden sein, ist eine eigenständige Supervision durch eine andere Fachkraft ebenfalls möglich.

Die Gründung des Arbeitskreises Wochenbett in Fulda war im Jahr 2000, er trifft sich regelmäßig alle sechs bis acht Wochen. Er versteht sich als Netzwerk von Frauen, die in unterschiedlichen Berufsgruppen arbeiten und in ihrer täglichen Arbeit Kontakt mit Frauen im Wochenbett mit diversen Problematiken haben. Der Arbeitskreis versteht sich als Netzwerk, um Klientinnen, durch die verschiedenen Berufsgruppen der einzelnen Mitglieder, eine optimale Versorgung anzubieten. Der Arbeitskreis versteht sich als Anlaufstelle und Vermittlungsstelle für Frauen in Krisensituationen während der Schwangerschaft und im Wochenbett. Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, in der Öffentlichkeit das Thema „Krisenzeit Wochenbett“ aus der „Tabuzone“ herauszuholen. Die Mitglieder betrachten das Wochenbett nicht als pathologischen Zustand, sondern als eine normale Phase im Leben einer Frau, die besonders zu schützen ist. Der Arbeitskreis ist eine offene Arbeitsgruppe, welche an diversen Veranstaltungen der Stadt Fulda teilnimmt und auch selbst Fortbildungen zu diesem Thema anbietet. Er unterstützt die Organisation eines Netzwerkes aus Fachleuten für Stadt Fulda mit 64.000 Einwohnern und dem Landkreis Fulda mit 218.000 Einwohnern, die Vernetzung mit anderen Organisationen: niedergelassene Ärzte, niedergelassene Therapeuten, Psychiatrie/Psychosomatik, psychiatrische Tagesklinik, Projekt Babi, Projekt EvA und den Austausch mit Betroffenen.

Tragehilfenverleih

Am Samstag, 23.03.19 ist bei uns 

Flohmarkt für Zwillinge, Säuglinge und Kleinkinder mit Hebamme zur Beratung vor Ort!! 

10 - 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen 

Standgebühr 5,-/Tisch (Tische müssen selber mitgebracht werden, max. Tischlänge 3 m) 

 Der Aufbau ist ab 8:30 Uhr möglich, die Anmeldung geht bis zum 20.03.19

 

Wir verleihen Tragenhilfen

als preiswerte Alternative
zum Kauf.

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Sonstiges

Tipps "Zusammen glücklich - so geht´s!"

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